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Die verschiedenen Materialien bei Trauringen


Als sichtbares Symbol der Ehe zweier Menschen und dem Willen, das Leben gemeinsam zu bestehen, haben Trauringe einen ganz besonderen Status: Kaum ein anderes Schmuckstück besitzt so eine emotionale Bedeutung, wie dieses Paar Ringe.

Trauringe werden seit der Antike getragen

Bereits die alten Römer und Ägypter tauschten zwei gleichartige Ringe als Symbol ihrer Liebe aus. Bei den Christen dagegen symbolisieren Trauringe Treue und Beständigkeit, die das Brautpaar während einer Zeremonie (Hochzeit) vor Gott schwört. Ringe besitzen weder einen Anfang noch ein Ende, so soll auch die Verbindung der Liebenden sein.

Abgesehen von der emotionalen Bedeutung, müssen alle Paare, die auf der Suche nach Trauringen sind, auch etwas über das Material wissen. Trauringe sind heute in vielen verschiedenen Ausführungen zu finden. Ein Trauring muss einerseits langlebig sein, schließlich wird er jahrelang täglich getragen, gleichzeitig aber auch stabil und modisch sein.

Materialien und Farben sind so unterschiedlich wie ihre Träger. Farben motivieren und stimulieren Menschen. Sie passen zu diversen Outfits und teilweise auch Persönlichkeiten. Bei der Wahl des Materials steht Brautpaaren eine breite Fülle zur Verfügung: Gold, Platin, Silber, Stahl, Titan und Palladium. Welches Material zu einem Paar passt, erfahren Sie im Anschluss.

Gold ist ewig

Im Volksmund ist häufig zu hören, dass Gold ewig ist. Das mag stimmen, jedoch lässt sich diese Weisheit nicht direkt auf Trauringe übertragen, der Grund: Sie bestehen niemals aus reinem Gold. Reines Gold ist nämlich sehr weich und würde sich schnell abnutzen. Deshalb bestehen die Ringe aus einer Legierung aus Gold sowie anderen Metallen wie Silber, Kupfer, Nickel und so weiter. Bei Nickel gilt es, vorsichtig zu sein, viele Menschen reagieren darauf allergisch. Der tatsächliche Goldgehalt, angegeben in Karat, verrät ein Stempel im Ring. Ein Großteil der Eheringe trägt den Stempel 750, was 18 Karat Gold entspricht. Das bedeutet: Auf insgesamt 1.000 Metallteile kommen 750 Teile reines Gold. Dieser Ring besitzt eine ansprechende Farbe, er ist robust und eignet sich perfekt für den Alltag. Deutlich heller sind Eheringe mit 9 Karat (375er Gold), dafür sind sie aber auch günstiger. 333er Gold (8 Karat) sind bei Trauringen in der Regel nicht zu finden. Der höchste Goldgehalt (24 Karat) ist nicht zu empfehlen, da er sehr weich ist und schnell verkratzt.

Mit Platin große Gefühle zeigen

Trauringe aus Platin verkörpern mit ihrer einzigartigen Reinheit und unverwechselbaren Ästhetik des Materials genau das, wofür das schönste Ereignis des Lebens steht. Platin-Trauringe sind die wahren Bestseller in fast allen Trauringschmieden. Sie sind elegant und klassisch. Durch ihre schlichte Form sind sie einerseits zeitlos, dank der überdurchschnittlichen Breite aber auch sehr aussagekräftig. Warum immer mehr Paare diese zeitlose Form bevorzugen, ist leicht zu erklären: Ihre Trauringe sollen ihnen auch noch in 50 Jahren gefallen. Als eines der reinsten Schmuckmetalle wird Platin in der Regel mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet. Von 1.000 Schmuckmetallteilen bestehen 950 aus Platin. Neben klassischen, schlichten Ausführungen gibt es Platin-Trauringe auch in individuellen Designs. Mit ausgefallenen Modellen kann jedes Paar seine Personalität zum Ausdruck bringen.

Herrlicher Glanz mit Weißgold

Mit einem herrlichen Silberglanz ist Weißgold ein besonders schönes Material für Eheringe. Aus stilistischen Gründen möchten viele Paare keine Trauringe aus Gelbgold und suchen deshalb nach Alternativen. Für viele würde die Wahl automatisch auf Silber fallen, jedoch eignet sich dieses Material nicht sonderlich für Trauringe. Silber ist relativ weich und verfärbt sich mit der Zeit. Wer sich Platin nicht leisten kann, der wählt in der Regel Weißgold. Dieses vergleichsweise junge Material gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist eine preisgünstige Alternative zu Platin und eignet sich in Zusammenspiel mit Brillanten, da es diese zum Strahlen bringt. Auch wenn der Name Weißgold lautet, kann das Material nie weiß sein, es besitzt immer einen leichten Gelbstich. Um ein silberartiges Weiß zu erzielen, wird Weißgoldschmuck häufig mit Rhodium überzogen. Wie alle anderen Schmuckarten gibt es Weißgold ebenfalls in Legierungen mit unterschiedlichem Goldgehalt. Für Trauringe eignet sich der Feingehalt 585/000 (14 Karat) oder 750/000 (18 Karat) am besten, da es besonders gute Farb- und Trageeigenschaften besitzt.

Materialien, die eher nicht infrage kommen:

  • Stahl & Titan: Beide Materialien sind äußerst stabil und in zahlreichen Variationen erhältlich. Im Vergleich zu anderen Ring-Materialien sind Stahl und Titan verhältnismäßig günstig. Titan kann keine Allergien auslösen, bei Stahl kommt es nur sehr selten vor. Dennoch kommen beide Materialien für Trauringe nicht infrage, sie lassen sich nämlich nicht in ihrer Größe verändern.
  • Silber: Das Material erstrahlt in einer schönen weißen Farbe. Für Silber spricht in erster Linie der günstige Preis, weshalb es häufig für Freundschaftsringe genutzt wird. Für Trauringe eignet sich Silber aufgrund seiner ungünstigen Materialeigenschaften nicht. Silberlegierungen sind sehr weich, das Material zerkratzt leicht und verfärbt sich im Laufe der zeit.