Eherecht
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Eherecht – Kleine Begriffserklärung


Das Eherecht bringt auch einige Veränderungen in die Beziehung, die rein rechtlicher Natur sind. Die meisten Paare möchten heiraten, um zu zeigen, dass Sie immer zusammen gehören und eine Gemeinschaft bilden. Für viele Menschen hat die Ehe auch etwas religiöses. Doch es gibt auch den rechtlichen Aspekt der Ehe. Deswegen möchten wir ein paar wichtige Begriffe erklären.

Auswirkungen der Staatsangehörigkeit auf das Eherecht

In unterschiedlichen Staaten gibt es unterschiedliche Gesetze bzgl. der Ehe. Welches Recht angewendet wird, hängt sowohl von der Staatsangehörigkeit der Ehepartner als auch von deren Wohnort ab. Lebt ein deutsches Ehepaar im Ausland so soll auch das deutsche Recht angewendet werden. Gleiches gilt für ein z.B. us-amerikanisches Ehepaar, das in Deutschland lebt. Hier wird dann das Recht aus den USA angewendet. Haben Ehefrau und Ehemann unterschiedliche Staatsangehörigkeiten, wird das Recht des Staats zu Tragen kommen, in dem der hauptsächliche Wohnort des Ehepaars ist. So sieht es zumindest das deutsche Eherecht. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass die Eheleute wählen, welches Eherecht angewendet werden soll. Das soll ausländischen Ehepaaren, die in Deutschland leben, die Möglichkeit geben, Ihre kulturellen Bedürfnisse zu wahren.

Eherecht

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Wichtige Gesetze im deutschen Eherecht

Die Schlüsselgewalt als Eherecht

Die Schlüsselgewalt ist ein Recht und eine Pflicht. Sie besagt, dass jeder Ehepartner bemächtigt ist, Geschäfte zur Deckung des gemeinsamen Lebensbedarfs oder der Familie zu machen. Auch wenn diese rechtliche Wirkung für den anderen haben. Die Schlüsselgewalt kann auf Wunsch von beiden Partnern aufgehoben oder beschränkt werden.

Eherecht: Unterhalt

Ehepartner sind verpflichtet sich gegenseitig Unterhalt zu gewährleisten. Die Rollenverteilung ist dabei natürlich frei wählbar. Verdient nur ein Partner Geld, hat der andere Anspruch auf Taschengeld.

Eherecht und Güterstände

Die Ehe ist seit 1958 eine so genannte Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass jeder Partner sein Vermögen allein verwaltet. Das gilt für Vermögen, das vor und während der Ehe angeeignet wurde. Sollte die Ehe vorzeitig enden, steht dem Partner mit dem geringeren Vermögen ein Ausgleich zu. Dieser beträgt die Hälfte der Differenz. Möchten beiden Partner keine Zugewinngemeinschaft sein, kann die Gütertrennung mit einem Ehevertrag vereinbart werden.

Eherecht und Kinder

Kinder, die in der Ehe geboren werden gelten automatisch als gemeinsame Kinder. Um eine Vaterschaft rechtlich nicht anzuerkennen, muss die Vaterschaft angefochten werde, wenn ein Kind in der Ehe geboren wurde.